4.0: Arbeitsschutz & Digitalisierung im Gleichschritt

Aktualisiert: Nov 5


Tipps für den modernen Arbeitsschutz


Die Digitalisierung der Arbeitswelt, auch umschrieben mit „4.0“ stellvertretend für die vierte industrielle Revolution, hat mittlerweile in fast allen Unternehmen Einzug gehalten. Der Einsatz innovativer digitaler Technologien verbindet Mensch und Technik auf eine nie da gewesene Weise. Dies bedeutet neue Herausforderungen für Unternehmensleitung und Mitarbeiter zugleich - auch beim Thema Arbeitsschutz.

Welche Veränderungen bringt die Digitalisierung in der Arbeitswelt mit sich? Und wie sieht Arbeitsschutz 4.0 aus? Darüber informiert Andreas Haas. Er ist seit elf Jahren in der Arbeitsschutz-Branche tätig und Projektleiter für das HUMAN SYSTEM Arbeitsschutz-Navi.

Herr Haas: Welche Veränderungen bringt die Digitalisierung in der Arbeitswelt mit sich? Im Wesentlichen ist es die digitale Vernetzung, nicht nur von Mensch zu Mensch, sogar von Mensch zu Technik. Jeder kann mit jedem zu jeder Zeit kommunizieren, egal von welchem Ort. Intelligente Produktionssysteme arbeiten autonom, beispielsweise fahrerlose Transportfahrzeuge in der Logistik. Gebäude können über die „smarte Gebäudetechnik“ vollautomatisch gesteuert werden, zum Beispiel die Beleuchtung, die Energieversorgung oder sogar die Zutrittskontrolle.

Und was bedeutet das für den Arbeitsschutz?

Um hier Schritt halten zu können, muss auch die Gefährdungsbeurteilung angepasst werden. Noch ist das Wissen über mögliche negative Auswirkungen der digitalen Arbeitswelt zu gering. Regelwerke und Empfehlungen gibt es noch zu wenige. Darauf sollten wir nicht warten, sondern präventiv entgegenwirken. Digitalisierung und Arbeitsschutz sollten im Gleichschritt erfolgen. Das Ziel muss heißen: Arbeitsschutz 4.0.

Welches sind Ihre Tipps für einen modernen betrieblichen Arbeitsschutz?

1. Weg von einer eindimensionalen Gefährdungsbeurteilung, hin zu einer ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung: Nicht nur Einzelaspekte, sondern alle relevanten Gefährdungsfaktoren inklusive deren Wechselwirkungen berücksichtigen. Jede Beurteilung ist eine betriebsspezifische Lösung.

2. Stärken der Gesundheitskompetenz der Mitarbeiter: Mitarbeiter befähigen, ihre Arbeit selbstständig gesundheitsgerecht zu gestalten, z.B. im Homeoffice.

3. Schaffen struktureller Rahmenbedingungen für den Umgang mit digitalen Kommunikationsmitteln: Regeln zur Nutzung mobiler Endgeräte aufstellen unter Berücksichtigung der Tages- und Wochenarbeitszeiten, zum Schutz der Mitarbeiter vor psychischen Belastungen durch Informationsüberflutung.

4. Entwicklung der Bereitschaft des Unternehmens zur Selbstüberprüfung und Anpassung an neue Anforderungen: Die digitale Arbeitswelt wird sich rasant weiterentwickeln. Eine permanente Überprüfung des digitalen Status Quo des Unternehmens ist unerlässlich. Förderung der Mitarbeiter durch Weiterbildung stärkt das Selbstbewusstsein und die Gesundheit.

5. Schaffen von Rahmenbedingungen für den Umgang mit Robotern: Überprüfen der Arbeitsbedingungen von Angestellten, die in der Nähe eines Roboters arbeiten. Schaffen von verletzungsarmen Oberflächen sowie permanentes Prüfen von Kraft, Druck und Geschwindigkeit der Roboter zur Vermeidung von Unfällen.

Fazit: Arbeitsschutz 4.0 ist ein spannendes Feld, das jeden Arbeitsschützer noch vor viele neue Aufgaben stellen wird.

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