Arbeiten am Schreibtisch: Belastender als gedacht


Tipps für die optimale Arbeitsplatzgestaltung


Muskel- und Skeletterkrankungen sind die Hauptursachen für Arbeitsunfähigkeit und machen laut BKK Gesundheitsreport 2019 des Dachverbands der Betriebskrankenkassen rund ein Drittel aller Krankengeldtage der beschäftigten Mitglieder aus. Größter „Übeltäter“ ist das dauerhafte Arbeiten an einem falsch gestalteten Schreibtisch. Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen führen die Liste der auftretenden Beschwerden an, gefolgt von Kopfschmerzen, Konzentrations- und Kreislaufstörungen. Ergonomische Arbeitsplätze und eine individuell gestaltete Arbeitsumgebung schaffen Abhilfe, zur Freude von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

5 Tipps zur Gestaltung eines ergonomischen Arbeitsplatzes mit Wohlfühlcharakter:

1. Höhenverstellbarer Schreibtisch:

Je nach Körpergröße sollte er eine Höhe von 68 cm bis 82 cm haben und die Schreibtischplatte 160 cm breit und 80 cm tief sein. Die Unterarme sollten dabei waagerecht auf dem Tisch aufliegen und einen 90-Grad-Winkel zu den Oberarmen bilden.

2. Ergonomischer Bürostuhl:

Sehr wichtig ist ein ergonomischer Stuhl, dessen Sitzfläche, Arm- und Rückenlehne individuell regulierbar sind. Die Fußsohlen sollten beim Sitzen den Boden komplett berühren, während Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel bilden. „Dynamisches Sitzen“, d.h. häufiges Ändern der Sitzposition entlastet den Körper und verhindert Verspannungen.

3. Flimmerfreier Monitor:

Der obere Rand des Bildschirms sollte maximal auf Augenhöhe sein, um eine natürliche Kopfhaltung zu erreichen. Optimal ist dabei eine um 35 Grad nach unten geneigte Blicklinie. Zwischen Monitor und Augen wird ein Abstand zwischen 50 cm und 80 cm empfohlen. Der Sehabstand richtet sich dabei nicht nur nach der Bildschirmgröße, sondern auch nach der Sehaufgabe. Der Bildschirm sollte flimmerfrei sein mit einer hohen Auflösung.

4. Ausrichtung Arbeitsplatz:

Bildschirm und Tastatur werden direkt auf dem Schreibtisch und frontal zur Sitzposition aufgestellt mit Blickrichtung parallel zum Fenster.

5. Beleuchtung mit einheitlicher Lichtfarbe:

Zusätzlich zu einer angemessenen Raumbeleuchtung empfiehlt sich eine blendfreie Schreibtischlampe, die den kompletten Arbeitsbereich ausleuchtet. Als Lichtfarbe werden Neutralweiß oder Warmweiß empfohlen, wobei alle Leuchtquellen dieselbe Lichtfarbe haben sollten.

Aber auch softe Faktoren sind maßgeblich für das Wohlgefühl am Arbeitsplatz:

Raumklima: Ideal ist eine Raumtemperatur von 21°C bis 23°C und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Regelmäßiges Stoßlüften wird empfohlen. Ordnung halten: An einem aufgeräumten Arbeitsplatz lässt es sich angenehmer und produktiver arbeiten. Tipp: Allen Dingen einen festen Platz zuordnen und täglich den Schreibtisch aufräumen.

Dekorieren erlaubt: Pflanzen begünstigen das Raumklima, Bilder an den Wänden schaffen Atmosphäre und steigern das Wohlbefinden. Achtung: Auf keinen Fall die Kollegen einschränken.

Lärm vermeiden: Drucker in einem separaten Raum aufstellen, Lärmschutzdecken einbauen und schall-absorbierende Raumgliederungssysteme aufstellen.

Regelmäßige Bewegung: Besser den Kollegen im Nachbarbüro besuchen, statt ihm eine E-Mail zu schreiben. Das fördert die Kommunikation und der kleine Spaziergang regt den Kreislauf an. Einfache Dehnübungen am Schreibtisch lockern verspannte Muskeln.

Weitere hilfreiche Praxistipps durch das hessische Ministerium für Soziales gibt es hier.

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