• Andreas Haas

Plötzlich Unfallprüfung: Was tun?

Aktualisiert: Juni 5


Sechs-Punkte-Checkliste für eine schnellere Klärung



Im vergangenen Jahr verzeichnete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung rund 874.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle. Circa zehn Prozent davon werden jedes Jahr aufgrund der Folgen, beispielsweise Krankenhausaufenthalt, Operationen oder sogar Reha-Maßnahmen, als schwere Unfälle eingestuft und damit von der Berufsgenossenschaft (BG) untersucht.

Zwecks Klärung etwaiger Regressansprüche werden sowohl der Unternehmer als auch der verunfallte Mitarbeiter von der Berufsgenossenschaft per Fragebogen kontaktiert. Bei den Fragen geht es um das Unfallgeschehen, ob eventuell Lücken im betrieblichen Arbeitsschutz bestehen und um die Klärung einer eventuellen Drittschuld.

Aber wie kann man sich auf die Befragung durch den Prüfer der BG vorbereiten? Hierzu empfiehlt Human System Arbeitsschutz-Navi diese Sechs-Punkte-Checkliste:

  1. Liegt eine Gefährdungsbeurteilung vor?

  2. Wann wurde der Verunfallte zuletzt in Sachen betrieblicher Arbeitsschutz unterwiesen?

  3. Wer sind die Verantwortlichen (Führungskräfte, etc.)?

  4. Besaß der verunfallte Mitarbeiter eine geeignete persönliche Schutzausrüstung und hat er diese während des Unfalls getragen?

  5. Gibt es Dokumente oder Bilder, die das Unfallgeschehen veranschaulichen können?

  6. Termin (wenn möglich) mit dem/den Beteiligten und Verantwortlichen am Unfallort vorbereiten, bevor die Begehung mit der Aufsichtsperson der Berufsgenossenschaft stattfindet.

Andreas Haas, Projektleiter Human System Arbeitsschutz-Navi, gibt noch einen wichtigen Tipp:

„Es ist absolut wichtig, dem Prüfer oder der Aufsichtsperson alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung und der Unterweisungsnachweis sollten unbedingt dabei sein, denn sonst wird das Eis schnell sehr dünn. Damit kommen Sie nicht nur ihren unternehmerischen Pflichten nach, sondern tragen auch zu einer schnellen Aufklärung bei.“

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